Autor: Sophie Schäddel

Babyschreien als Hauptauslöser für Schütteltrauma

Babyschreien als Hauptauslöser für Schütteltrauma Aus einer Repräsentationsbefragung des Nationalen Zentrums Frühe Hilfen (NZFH), im Jahr 2017, zum Thema Schütteltrauma geht hervor, dass ein hoher Aufklärungsbedarf in der deutschen Bevölkerung hinsichtlich der Gefahren des Schüttelns von Säuglingen bzw. Kleinkindern und dem Schreiverhalten von Säuglingen bzw. Kleinkindern besteht.

Aus diesem Grund ist es mir ein Anliegen, hier einige wichtige Informationen an Sie weiter zu geben.

Was ist ein Schütteltrauma? Als Schütteltrauma bezeichnet man eine, durch äußere Gewalt (Schütteln) verursachte Hirnverletzung bei Säuglingen und Kleinkindern.

Was passiert bei einem Schütteltrauma? Der Kopf des Säuglings bzw. Kleinkindes schleudert unkontrolliert hin und her. Aufrund der noch schwachen Nackenmuskulatur gelingt es dem Säugling nicht, den Kopf alleine zu halten. Infolgedessen wird das Gehirn im Schädel hin und her geworfen. Dabei können Blutgefäße reißen, d.h. es kommt zu inneren Verletzungen.

Welche Folgen hat ein Schütteltraume?Ein Schütteltrauma kann zu lebenslangen Behinderungen, irreparablen Schädigungen und sogar bis zum Tod führen.

Welche Auslöser gibt es ein Baby im Affekt zu schütteln?Anhaltendes Schreien von Säuglingen bzw. Kleinkindern wird als Hauptauslöser für das Schütteln gesehen. Während des zweiten bis fünften Lebensmonats besteht eine besonders hohe Gefahr, den Säugling zu schütteln, da diese Zeit durch viele Schreiphasen geprägt ist (physiologisches Hauptschreialter).

Wie wirkt sich das anhaltende Schreien auf die Eltern-Kind-Beziehung aus? In den ersten Lebensmonaten kann es bei Säuglingen zu unvorhersehbaren und für die Eltern nicht nachvollziehbaren Schreianfällen kommen. Teilweise erscheinen die Säuglinge in dieser Zeit untröstlich. Alle Beruhigungsversuche der Eltern, den Säugling durch unterschiedlichste Methoden zu beruhigen sind kurzweilig oder erfolglos.

Diese Erfahrung kann bei den Eltern zu einer starken Erschöpfung führen und Gefühlen der Hilflosigkeit, Frustration, Wut und der Gleichen auslösen. In Folge dessen wird der Säugling bzw. das Kleinkind im Affekt geschüttelt.

Die psychosoziale Belastung steigt zusätzlich an, wenn in der Familie weitere Belastungsfaktoren vorliegen (z.B. psychische Erkrankung der Eltern, Konflikte in der Familie usw.) oder mangelnde soziale Entlastungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen.

Die elterliche Anspannung und Erregung überträgt sich auf das Kind. Der fehlende bzw. kurzweilige Erfolg unterschiedlicher und rasch wechselnder Beruhigungsmethoden kann beim Kind zu einer Überreizung und Überforderung führen. Die Eltern-Kind-Beziehung spitzt sich zu und der ausbleibende Erfolg wirkt sich auf die Qualität der Eltern-Kind-Beziehung aus. Man spricht hier von einem sogenannten „Teufelskreis“

Warum schreien Säuglinge unstillbar? Eines vorweg: Die weit verbreitete Annahme, dass der Säugling von sogenannten „Dreimonatskoliken“ geplagt ist, konnte nach neusten wissenschaftlichen Erkenntnissen nicht bestätigt werden. Nur bei ca. 5% der Säuglinge liegen organische Gründe vor, die unter anderem als eine Ursache für das unstillbares Schreien des Säuglings sind.

Vielmehr geht man davon aus, dass das Schreien in einem engen Zusammenhang mit unterschiedlichen frühkindlichen Reifungsprozessen steht: Der Säugling lernt in den ersten Lebensmonaten innerhalb eines Anpassungs- und Reifungsprozesses, mithilfe seiner Bezugsperson, beispielsweise seinen Schlaf- Wachzustand oder auch das Gefühl von Hunger und Sättigung zu regulieren.

Was können Sie als Eltern tun? Das Kind sicher ablegen. Für einen kurzen Moment den Raum verlassen. Tief durchatmen. Sich Hilfe holen!

Wenn Sie als Eltern stark verunsichert sind, sich kraftlos und erschöpft fühlen und sich folglich dem Säugling bzw. Kleinkind gegenüber abweisende oder resignierend verhalten bzw. Gefühle wie Wut, Aggressionen usw. empfinden, frühzeitig professionelle Hilfe holen.

 

Je früher Sie sich professionelle Hilfe holen, desto einfacher ist es gemeinsam Auswege aus diesem sogenannten „Teufelskreis“ zu finden.

Sind Sie Eltern von einem unstillbar schreienden Säugling bzw. Kleinkind? Dann lade ich Sie gerne zum“ Elternkurs: SCHREIBABY! Ursachen aufdecken – Eltern stärken – Beziehung fördern“ ein. Infos und Anmeldung unter mail@sophie-schaeddel.de oder telefonisch unter 0173 8 45 03 95

Was kleine Kinder stärkt

Was brauchen Kleinkinder, um selbstsicher und neugierig die Welt zu erkunden? Wie gelingt es, mit Kleinkindern Frustrationstoleranz einzuüben? Wie stärken Eltern die sozialen Fähigkeiten ihrer Kinder? Wie findet eine gegenseitig gelingende Kommunikation statt? Warum wirken Rhythmen, Grenzen, Halt und Regeln förderlich im täglichen Miteinander?

Praktische Anregungen helfen dabei, den Alltag mit Kleinkind einfacher zu leben. Wie? Erfahren Sie es in meinem Vortrag!

Datum: 22. Oktober 2019, 20:00 Uhr

Ort: Netzwerk Weierer Scheune, Morgenstr. 24a, 76275 Ettlingenweier

SCHREIBABY!

SCHREIBABY: Warum weint unser Baby so viel?

Unter dem Motto „Ursachen aufdecken – Eltern stärken – Beziehung fördern“ biete ich im November 2019 einen kostenfreien Elternkurs (Förderung über das Landesprogramm STÄRKE) zum Thema Schreibaby an.

Sie sind mit Ihrem Latein und Ihrer Energie am Ende und wissen nicht, wie Sie das kleine Kind längerfristig in einen ruhigen Zustand bringen? Ist es Ihnen  wichtig zu erfahren, warum Ihr Baby unstillbar und langanhaltend schreit?

Möchten Sie diesen sowohl für Sie als auch das Kind herausfordernden Zustand ändern? JA! Dann melden Sie sich einfach zum Kurs an und erfahren dort, welche Methoden und Handlungsmöglichkeiten Ihnen helfen können, Ihr Kind in dieser belastenden Phase zu begleiten.  Ich freue mich auf Ihr Kommen!

Der Kurs findet jeden Dienstag im November von 19:30-21:30 Uhr in Karlsbad-Langensteinbach statt!

 Jeden Donnerstag im November findet der Kurs von 19:30-21:30 Uhr in Ettlingenweier statt!

Weitere Infos und Anmeldungen gerne per Mail mail@sophie-schaeddel.de oder telefonisch 0173-8 45 03 95. 

Info: Es wir ein einmaligen Eigenbetrag in Höhe von 10 Euro pro Teilnehmer/in erhoben

 

 

 

Sehen – Verstehen – Handeln

Fragen Sie sich, warum der Umgang mit Ihrem kleinen Kind zeitweise so herausfordernd ist. Was die Ursachen für das kindliche Verhalten sind? Und würden Sie sich dann eine praktische aber wirkungsvolle Idee wünschen, die ihrem kleinen Kind und Ihnen aus dieser anstrengenden Situation hilft?

Dann lassen Sie uns gemeinsam hinsehen!

Unter dem Leitgedanke Sehen – Verstehen – Handeln wird in der Entwicklungspsychologischen Beratung gearbeitet.

Sehen – Während meines ersten Besuches bei Ihnen Zuhause, betrachte ich eine Alltagssituation (z.B. wickeln, spielen, essen usw.). Damit ich Ihnen beim zweiten Besuch eine genaue und sorgfältige Rückmeldung zum Verhalten Ihres kleines Kindes geben kann, drehe ich eine kurze Videosequenz (ca. 3 Minuten) über diese Alltagssituation.

Verstehen – Bei meinem zweiten Besuch betrachten wir gemeinsam diese kurze Videoaufnahme und widmen uns intensiv der Interaktion zwischen Ihnen und ihrem kleinen Kind. Hierbei betrachten wir die Stärken und Ressourcen sowohl von Ihnen als auch ihrem kleinen Kind. Anhand dieser Videosequenz erhalten Sie von mir eine individuelle entwicklungspsychologische Erklärung über das Verhalten Ihres Kindes. Diese hilft Ihnen, den Zusammenhang zwischen den kindlichen Verhaltensweisen und Ihrem Handeln als Eltern besser zu verstehen. Die Videoaufnahme bietet den Vorteil, dass Sie sich leichter in die Perspektive ihres kleinen Kindes hineinversetzten können.

Ich bin mir sicher, dass Ihnen diese Perspektivübernahme in Verbindung mit meinem individuellen und professionellen Videofeedback hilft, sich das kindliche Verhalten zu erklären. Sie selbst werden merken, dass sich Ihre elterliche Feinfühligkeit den kindlichen Bedürfnissen gegenüber verbessert.

Handeln – Im nächsten Schritt geht es darum, mit Ihnen alltagstaugliche und konkrete Ideen zu entwickeln, die Ihnen helfen, den Familienalltag sicher zu bewältigen.

„Ich finde die Entwicklungspsychologische Beratung ein äußerst wertvolles Instrument für ALLE Eltern von Säuglingen und Kleinkindern, da sie das kleine Kind in allen Phasen der Beratung in den Mittelpunkt stellt und von seiner Perspektive aus das jeweilige Verhalten erklärt. Trotz dieser kindzentrierten Ausrichtung werden auch die elterlichen Bedürfnisse berücksichtigt und zusammengeführt. Diese ganzheitliche Betrachtung ist wertvoll und wichtig, um Ihre Rolle als Eltern zu stärken.“

Erfahren Sie selbst, wie hilfreich und praktisch dieses Angebot ist.